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Deutschlands beliebteste Blattsalate schnell erklärt

Frische Salate sind besonders im Sommer als leichte Mahlzeit beliebt.

Ob man es glaubt oder nicht, aber Salat hat auch eine beruhigende Wirkung. Von dem römischen Geschichtsforscher Tacitus wird berichtet,
dass er vor dem Schlafengehen immer eine Schüssel Salat aß. Er meinte, dass er danach besonders gut schlafen könnte.
Heute weiß man, dass er recht hatte: Im grünen Salat ist ein opiumähnlicher Stoff enthalten, der die Nerven beruhigt. Auch die Magennerven!

Damit der Salat schön knackig bleibt, sollte man folgendes beachten:
Salatblätter müssen immer gut abgetrocknet werden, damit die Sauce besser an den Blättern haften kann und nicht verwässert. Am besten benutzt man dazu eine Salatschleuder. Man kann die Blätter aber auch mit Küchenpapier trocken tupfen. Oder man legt sie zwischen zwei Küchenhandtücher, die vorsichtig locker aufgerollt werden. Die so abgetrockneten Salatblätter sollten erst unmittelbar vor dem Servieren
an die Sauce gegeben werden, sonst fallen sie in sich zusammen und werden lasch und unansehnlich.

Wenn man den frischen Salat nicht am selben Tag verwenden will, hebt man am besten die gewaschenen, abgetrockneten Salatblätter
so auf: locker in eine luftdicht verschließbare Schüssel geben, eventuell jeweils eine Lage Küchenpapier dazwischen und im Kühlschrank aufbewahren. Oder in einen Folienbeutel geben, aufblasen, verschließen, ins Gemüsefach legen. So bleibt der Salat bis zum nächsten
Tag schön knackig. Nur der stabilere Eisbergsalat hält sich auch ohne Sonderbehandlung mehrere Tage frisch.

Die beliebtesten Sorten und Tipps zur perfekten Zubereitung 

 

Bataviasalat
 hat krause, kräftig geäderte Blätter mit gezacktem und leicht rötlichem Rand. Er ist ein Verwandter des Eisbergsalates, schmeckt auch so ähnlich, nur etwas kräftiger. Durch den rötlichen Rand wirkt er besonders dekorativ.
Der Name kommt von der ehemaligen Hauptstadt Javas "Batavia", dem heutigen Djakarta, das die Holländer nach dem lateinischen Namen der Niederlande so tauften Bataviasalat ist sehr empfindlich und sollte deshalb beim Waschen nur getaucht werden und nicht unter fließendem Wasser gewaschen werden.

 

Eichblattsalat
 hat einen zarten, leicht nussartigen Geschmack und wird besonders gern für feine Vorspeisen verwendet. Seinen Namen verdankt er den eichenlaubähnlichen Blättern, deren Farbe von grün über rötlichbraun bis dunkelbraun schattiert ist. Die unterschiedlich farbigen Sorten unterscheiden sich nur durch ihren Pflanzenfarbstoff, nicht durch den Geschmack.
Eichblattsalat welkt sehr schnell.
Besonders eine Nussvinaigrette passt hervorragend zu diesem Salat

 

 

Eisbergsalat
 stammt aus Amerika und wurde dort zum Ende des 19. Jh. neu gezüchtet. Er wird dort schon seit langem dem Kopfsalat vorgezogen. Er schmeckt knackig frisch und herzhafter als Kopfsalat, außerdem ist er unempfindlicher. Das heißt, er fällt nicht so schnell in sich zusammen. Eisbergsalat eignet sich deshalb gut für Büffets.
Den Namen soll er bekommen haben, weil die Salatköpfe früher "auf Eis" per Eisenbahn von der amerikanischen Westküste zur Ostküste transportiert wurden.
Heute gibt es schon eine rotblättrige Sorte, die Sioux heißt.

 

Kopfsalat
 ist der beliebteste unter den Blattsalaten. Die Blätter sind hell- bis dunkelgrün, zart und weich, von relativ neutralem Geschmack, vor allem, wenn der Salat aus dem Treibhaus kommt. Leider ist er dann auch sehr nitratbelastet. Allerdings gibt es in Deutschland Wertvorgaben, die nicht überschritten werden dürfen Freilandware ist etwas fester und herzhafter im Geschmack.
Rauke
 stammt aus der Familie der Kohlgewächse, hat einen intensiv würzigen Nachgeschmack und ist in Italien und Frankreich (als "Roquette") besonders beliebt. Ihr zartes Sesam-Aroma harmoniert vorzüglich mit Kopfsalat und Tomaten.
Leider wird heutzutage auch bei uns aus der Rauke "Rucola", die italienische Bezeichnung. Rauke klingt wohl zu gewöhnlich. Dieser Salat welkt sehr schnell und ist durch seinen starken Eigengeschmack nicht jedermanns Sache. Besonders passt zur Rauke ein Walnussöl, weil diese den nussigen Geschmack noch unterstreicht.
In Arabien wird aus den Blättern ein Öl gepresst, dass zum Einlegen von anderem Gemüse verwendet wird.

Römersalat
 hat außen dunkelgrüne Blätter, die mit ihrer starken Mittelrippe etwas an Wirsing erinnern. Im Inneren des länglichen Salatkopfs sitzen zarte, helle Herzblätter Römersalat lässt sich nicht nur als Salat, sondern auch als Gemüse, z. B. wie Spinat, Wirsing oder Mangold, zubereiten.
Römersalat ist bei uns auch als Sommerendivie bekannt.

Als Delikatesse kann ich Ihnen gedünstete Salatherzen empfehlen: Salatherzen tropfnass in geschmolzene Butter geben und drei bis vier Minuten dünsten, dann mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Eine delikate Beilage zu kurzgebratenem Fleisch, wie sie die Franzosen lieben.