Der Begriff Mandarine bezeichnet sowohl eine Zitruspflanze aus der Familie der Rautengewächse als auch die orangenfarbene Frucht derselben. Mandarinen sind wesentlich kleiner als Orangen. Ihre Haut lässt sich im Vergleich zu anderen Zitrusfrüchten leichter abschälen, und sie lässt sich auch besonders leicht in von außen trockene Segmente zerteilen, wodurch man sie leicht mit den Fingern schälen und essen kann. Diese Segmente nennt man Waben, man spricht weiterhin von Mandarinenwaben. Der Geschmack ist weniger sauer und neutraler als der einer Orange. Geerntet werden Mandarinen überwiegend im Herbst und gelangen meist in den Monaten Oktober bis Januar in den Obstläden und -abteilungen in den Verkauf. Ansonsten erhält man geschälte und gezuckerte Mandarinenwaben ganzjährig als Dosenware. Mandarinen sind auch fälschlicherweise unter dem Namen Clementine - meist bezeichnet man hiermit die kernlosen Mandarinen - bekannt, die Kreuzungen mit Pomeranzen und Mandarine entsprungen sind. Jene Früchte haben zumeist keine oder sehr wenige Kerne. Die in den USA bekannten Tangerinen sind Mandarinen mit besonders kräftig orange-roter Fruchtfleischfärbung und werden als eigene Art - Citrus tangerina - geführt. Mittelmeer-Mandarinen - Citrus deliciosa - sind eine der ursprünglichsten Mandarinen mit einem typischen Geschmack. Aufgrund des Konsumentenverhaltens hin zu kernlosen/kernarmen Früchten sind sie allerdings nicht mehr im Handel. Extrakte von Mandarinen werden sehr häufig in Erfrischungsgetränken benutzt. In Saftbars und in Supermärkten wird aber auch reiner Mandarinensaft angeboten. Die Mandarine stammt ursprünglich aus dem südlichen China. In Europa wurde sie erst im 19. Jahrhundert eingeführt. Eine wesentliche Rolle spielte hierbei der Botanische Garten von Palermo. |