
Fortschritt auf höchster Ebene!
Worauf Profi-Köche nicht mehr verzichten wollen, wird nun auch für viele
Privathaushalte immer attraktiver. Die Franzosen, Spanier, Belgier und
Niederländer machen es schon lange vor und jetzt schwappt die
Induktions-Welle auch auf deutsche Küchen nieder.
Induktionskochfelder sind die ungeschlagen Sieger im Vergleich zu ihren
"gewöhnlichen" Kollegen. Denn ob Fleisch, Gemüse oder Pasta - alles kocht auf
einem fast kaltem Kochfeld und dazu in Rekordzeit.
Das Rezept für Kochen mit Induktion ist denkbar einfach. Sie benötigen zwei
Zutaten: Ein Induktionskochfeld und ein Induktionskochgeschirr. Beides
unverzichtbare Komponenten, mit denen Sie auf höchster Ebene kochen können.
| Kochfeldtyp |
Zeit
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| Konventionelle Kochplatte |
13,00 Min.
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| Glaskeramik-Kochfeld |
9,54 Min.
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| Halogen-Kochzone |
8,56 Min.
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| Gas-Kochzone |
7,01 Min.
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| Induktions-Kochfeld |
4,41 Min. |
Das Ergebnis: Mit Induktion kocht es sich noch schneller wie mit Gas und
viermal so schnell wie mit einer konventionellen Kochplatte. Denn erhitzt wird
nur, was auch heiß werden soll. Das spart Zeit und Energie und gefällt zudem
auch unserer Umwelt!
Eine sichere Sache

Die Gefahr, sich die Finger auf der Herdplatte zu verbrennen, besteht beim
Induktionskochen nicht mehr. Denn die Wärme entsteht nur im Topf selbst, nicht
aber unter der Glaskeramik. Zudem schaltet sich die Kochzone erst dann ein,
wenn sich ein geeigneter Topf darauf befindet. Nur die Wärme des Topfbodens
erwärmt das Kochfeld noch, aber längst nicht so stark, dass man sich daran
verbrennen könnte.
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Komfort Das bringt jeden Putzmuffel zum Strahlen! Durch die geringe Erhitzung der Glaskeramikfläche sind Induktions-Kochfelder sehr pflegeleicht: Das mühsame Abkratzen von verbrannten Resten gehört der Vergangenheit an, denn übergekochte Flüssigkeit kann gar nicht mehr einbrennen. Professionelle Induktions-Kochfelder erkennen, ob ein Topf auf der Kochzone steht und passen die Größe der Kochzone dem Durchmesser des Topfbodens automatisch an. |
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Unterhalb der aus Glaskeramik bestehenden Kochfläche befindet sich eine stromdurchflossene Spule, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugt. Dieses induziert in einem darüber platzierten metallischen Topf Wirbelströme, die das Metall des Topfes und von dort durch Wärmeübertragung den Inhalt aufheizen. Die dabei üblicherweise angewandten Frequenzen liegen im Bereich von etwa 25 bis 50 kHz.
Obwohl diese Induktionsbeheizung prinzipiell bei allen metallenen (stromleitenden) Töpfen (z.B. auch aus Aluminium) funktioniert, ist für eine ausreichend gute Funktion mit handelsüblichen Induktionskochfeldern spezielles Kochgeschirr mit Böden aus ferromagnetischem Material notwendig. Das magnetische Wechselfeld der Induktionsspule breitet sich in alle Richtungen aus. Erst der Einsatz von ferromagnetischem Material im Topfboden bewirkt eine sehr effektive Bündelung dieses Feldes, wodurch die abgestrahlte elektromagnetische Energie gezielt in die elektrisch leitende Unterseite des Topfes übertragen wird. So wird einerseits ein schnelles Aufheizen ermöglicht, andererseits wird die Abstrahlung an die Umwelt minimiert.
Da für die Funktion des Induktionskochfeldes ein ferromagnetischer Boden des Kochgeschirrs empfehlenswert oder sogar erforderlich ist, können einige Typen von Edelstahltöpfen sowie Aluminiumtöpfe kaum verwendet werden. Alle Glas-, Keramik- u. a. nicht leitenden Töpfe sind grundsätzlich ungeeignet. Daher ist manchmal die Anschaffung neuer Töpfe und Pfannen notwendig.
Als Alternative zu teurem Spezialgeschirr empfehlen sich einfache emaillierte Stahltöpfe und eiserne Bratpfannen. Auch handelsübliche Edelstahltöpfe mit mehrlagigem Topfboden eignen sich für das Kochen mit Induktion. Diese sind auf der Verpackung, z.T. auch der Unterseite mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet.
Es scheint zumindest bei preiswerten Einzel-Induktionskochfeldern das Problem zu geben, dass sich diese nicht mit kleinen Leistungen betreiben lassen, was den Gebrauchswert etwas einschränkt. Man darf sich darüber auch durch die Anzahl der Leistungsstufen nicht hinwegtäuschen lassen.
Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat die 'Magnetfeldexposition durch Induktionskochherde' in einer Expositionsstudie auf Einhaltung der ICNIRP-Grenzwertempfehlungen untersucht.
Ebenfalls stellen Induktionskochfelder als recht starke Sendeanlage möglicherweise eine Großsignal-Quelle dar, die den Funkverkehr auf einigen Frequenzen beeinträchtigt, wenn Induktionskochfelder in größerem Maßstab eingesetzt werden.